Einsatzleitwagen

Dieses Fahrzeug dient als Verbindungsglied zwischen dem Einsatzleiter, den Einsatzabschnitten und der Notrufzentrale 112. Bei größeren Einsätzen mit vielen beteiligten Rettungsdiensten (Feuerwehr, PC , Rotes Kreuz, Polizei usw.) ist es sehr wichtig, eine so genannte Kanaltrennung einzuführen. Es versteht sich von selbst dass nicht alle Beteiligten auf einem Kanal miteinander sprechen können, ein Chaos wäre vorprogrammiert. Deshalb werden solche Einsätze in Abschnitte eingeteilt. Z. B. Einsatzleitung, Brandabschnitt A, Brandabschnitt B, Rettungsdienst, Atemschutzüberwachung, Polizei usw. Der ELW ist hierbei die zentrale Sammelstelle aller Meldungen. Hier können dann nach deren Auswertung alle wichtigen Entscheidungen getroffen werden und gleichzeitig der Notrufzentrale mitgeteilt werden.

Innenausbau:

Ausgeführt durch die Firma BINZ aus Ilmenau – Deutschland

Aufbau und Einrichtung:

Das Fahrzeug ist in einen Funk und Besprechungsraum sowie einen Materialraum unterteilt. Im Besprechungsraum können die Sitze von Fahrer und Beifahrer umgedreht werden und bieten dann 2 zusätzliche Sitzplätze. Der Funkraum bietet Patz für 2 Mann Personal. In diesem Raum sind vorhanden:
2 PC mit Einsatzleitprogramm OPER ATOR 2, 2 Software Telefone, 4 Tischtelefone, 4 Schnurlos-Telefone, 12 mobile Funkgeräte davon 4 Motorola GP 340 für Zivilschutzfrequenz sowie 8 Kennwood Pro Talk Sprechfunkgeräte für Arbeitskanäle, 6 eingebaute Funkgeräte Motorola CM 360, UMTS Router (Internet), 2 GSM Gateway, Fax und Laserprinter, Satellitenempfang (Internet, Telefon, TV). Die Funkplätze sind vorgesehen für Digitalfunk (Tetra).

Im Besprechungsraum befinden sich im Tisch Steckdosen für Telefone. Ein Fernsehschirm für Bildübertragung ist befestigt, ebenfalls ein White Board sowie Peli Handlampen, usw.

Auf dem Dach befinden sich aufklappbare Antennen, Satellitenschüssel (elektrisch aufklappbar und automatische Anpeilung eines Satelliten), Fixierung einer Wetterstation welche als Pluviometer, Hygrometer, Windgeschwindigkeitsmesser, Windrichtungsmesser sowie als Außenthermometer dient. Das Dach kann beidseitig über eine im Heck verstaute, zum Einhängen vorgesehene klappbare Leiter erreicht werden.

An der Seitenwand auf der Fahrerseite befinden sich unter einer Abdeckplatte Steckdosen zum Anschluss an das Festnetz sowie elektrische Speisung von Außen. Im Heckbereich des Fahrzeugs befindet sich ein ausziehbarer Stromerzeuger von GEK O mit einer Leistung von 5, 2 kVA. (Selbstspeisung des Fahrzeugs mit Strom ) Ein ca. 6 Meter elektro-pneumatisch ausfahrbarer Antennenmast vom Typ Clark Mast Typ 40/50 befindet sich ebenfalls im Heck. In diesem Raum sind ferner gelagert: Stativ, 20 Liter Benzinkanister mit Füllstutzen, 2 Funkführungsleinen à 100 Meter Länge, Werkzeugkasten, Warndreiecke, Warnwesten, Erste Hilfe Tasche, Feuerlöscher PG 12, klappbare Leiter, 230 Volt Kabeltrommel, diverse Kabeltrommeln und Verlängerungen für Funktechnik. Auf der Beifahrerseite an der Seitendachwand ist ein elektrisch ausfahrbares Sonnensegel befestigt. Der Innenraum des Fahrzeugs ist mit Klimaanlage ausgerüstet. Ein Mikrofon an der Mittelkonsole des Fahrerraums erlaubt nach Außen hin eine Durchsage über Lautsprecher.

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